Sonntag, Juli 23, 2006

Zufriedenes

Man gebe mir Zeit für mich selbst, meinen Laptop inkl. DSL-Anschluss, einen Drucker und einen Schreibtisch - und schon bin ich glücklich und zufrieden.
Den ganzen Nachmittag habe ich (bei schönstem Wetter) drinnen in meinem Zimmer gesessen und mich vergnügt. Nichts anderes habe ich gehört als De Phazz, die ich letztlich entdeckt habe. Dabei habe ich nette CD-Hüllen gefaltet, Seifenrezepte herausgesucht, entsprechende Einkaufslisten geschrieben und gebloggt.
Manchmal bin ich so eigenbrötlerisch, verfolge meinen Hobby-Projekte und mag dann mit keinem sprechen.
Ich bin dann immer hochzufrieden, wenn ich schöpferisch tätig bin und am Ende des Tages dann auf meine Produkte sehen kann. Irgendwo habe ich gelesen, dass dies ein Grundbedürfnis des Menschen ist, welches viele Menschen im Job jedoch nicht ausleben können. Statt dessen gleichen viele Jobs einer Sisyphosarbeit. Selbst der Lehrerjob ist nicht wirklich produkiv. Immer wieder bereitet man Unterrichtsstunden vor, die dann gehalten und vorbei sind. Übrig bleiben im Idealfall aufwändig erstellte Arbeitsblätter und -materialien. Die Lernerfolge der SchülerInnen - das Produkt der eigenen Arbeit - ist mehr virtuell zu sehen und leider nicht wirklich fassbar.
Um so wichtiger erscheint es mir in meiner Freizeit etwas herzustellen, was bleibt. Und das kann ganz profan sein, wie Marmelade kochen oder Tagebuch schreiben.
Ich denke, dass es für Menschen wichtig ist Spuren zu hinterlassen. Und fast noch wichtiger diese Spuren im Nachhinein zu sehen. Den eigenen Weg/das eigene Tun zu verfolgen. Selbstwirksamkeit.
Daran erfreut sich meine Seele.

1 Comments:

Anonymous medienjunkie said...

wenn ich am pc sitze, gammel ich meistens viel zu viel, aber manchmal mache ich mir dann auch eine liste und am ende die ganzen durchgestrichenen sachen zu sehen, bringt einem das gefühl, was du am ende beschreibst.

01:12  

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